Haarausfall

Erblich-hormonell bedingter Haarausfall bei Frauen

Fast ein Fünftel aller Frauen leiden unter übermässigem Haarausfall (ca. 60% zu Beginn der Wechseljahre). Der erblich-hormonell bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie) äussert sich bei der Frau anders als beim Mann, sie entwickelt keine einzelnen kahlen Stellen. Vielmehr kommt es -vom Scheitel ausgehend- zu einer Ausdünnung des Haars, zu diffusem Haarausfall.

 

Wie wächst ein Haar und warum fällt es aus?

Das normale Haarwachstum: Ein Haar wird vom sogenannten Haarfollikel gebildet: es wächst während 2-6 Jahren 12-25mm pro Monat. Nach dieser Wachstumsphase schrumpft der Follikel über mehrere Wochen auf die Hälfte bis ein Drittel seiner Grösse zusammen. Die Verbindung zum Haar reisst ab. Nach einer Ruhephase wächst der Follikel erneut und beginnt ein neues Haar zu produzieren, welches schliesslich das alte aus der Wurzel drückt. Bei gesundem Haar fallen täglich ca. 50-100 Haare aus. Generell befinden sich stets rund 90% der Haare in der Wachstumsphase. Ein gewisser Haarausfall ist normal. Durchschnittlich befinden sich auf der Kopfhaut rund 100'000 Haare, von denen -auch bei gesundem Haar- täglich zwischen 50 und 100 Stück ausfallen. Von übermässigem Haarausfall spricht man bei einem täglichen Verlust von mehr als 100 Haare über einen längeren Zeitraum.

 

Der erblich-hormonell bedingte Haarausfall: Am meisten verbreitet ist der "androgenetische Haarausfall", das heisst, die ererbte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen Androgenen (Sammelbegriff für die männlichen Sexualhormone). Beim erblich-hormonell bedingten Haarausfall verändert ein Hormon die Haarfollikel: Die aktive Wachstumsphase wird immer kürzer, die Ruhephase immer länger. Schliesslich kommt das Wachstum überhaupt zum Stillstand und das Haar fällt aus. Weil die Haare immer weniger Zeit zum Wachsen haben werden sie immer dünner und kürzer. Die normale Haarstärke beträgt Bruchteile eines Millimeters. Allerdings besteht eine Hoffnung: Auch wenn die Haare ausgefallen sind, bleiben die Haarfollikel in der Kopfhaut noch mehrere Jahre lebendig!


Was kann man bei erblich-hormonell bedingtem Haarausfall tun?

Haarpflegemittel und Schampoo: Haarpflege und -Reinigung haben keinen direkten Einfluss auf übermässigen, erblich-hormonell bedingten Haarausfall.

 

Tipp: Verwenden Sie ein Schampoo das kein Silikon enthält und Ihrem Haar genügend Volumen gibt. Benützen Sie zum Beispiel Pregaine® Clear Gel Schampoo.

 

Aufbaupräparate: Vitamine und Vitaminträger wie Hefe, Hirseextrakt, Weizenkeime, Mineralstoffe, Aminosäuren, Eiweisse und Spurenelemente können einen günstigen Einfluss auf die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln haben. Sie verbessern die Strukturen und Qualität der Haare, sind aber keine Haarwuchsmittel zur Behandlung der androgenetischen Alopezie.

 

Kosmetika: Es gibt unzählige kosmetische Haarwuchsmittel und "Wunderwässerchen", die grosse Hoffnung für die Betroffenen wecken. Die Wirksamkeit all dieser Lotionen, Ampullen-Kuren, Haarwasser, Cremen etc. zur Behandlung des erblich-hormonell bedingten Haarausfalls ist jedoch nicht erwiesen.

 

Medikamente: Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, welche Medikamente Ihnen als Frau zur Verfügung stehen, um Haarausfall zu stoppen. Es sind eigentlich nur sehr wenige Päparate. Regaine® ist das erste Medikament zur Therapie des erblich-hormonell bedingten Haarausfall bei Frauen und beim Männern. Regaine® 2% ist in Ihrer Apotheke frei erhältlich. Die Verordnung der höher konzentrierten, effizienteren Lösung sowie anderer Präparate ( z. B. Hormone) zur Behandlung der androgenetischen Alopezie bleibt dem Arzt vorbehalten.

Besprechen Sie vor Behandlungsbeginn die möglichen Ursachen des Haarausfalls mit einer Fachperson!