Monarc TM-System

Nach einer urogynäkologischen Untersuchung und einer eventuell durchgeführten urodynamischen Untersuchung hat Ihnen Ihr Chirurg geraten, einen minimalinvasiven Eingriff zur Unterstützung der Harnröhre vornehmen zu lassen, bei dem ein Monarc-Band eingelegt wird. Dieser Eingriff wird vorgenommen, um eine Belastungsinkontinenz oder auch eine damit einhergehende Dranginkontinenz zu beheben.

 

Was geschieht beim Einsetzen des Monarc TM Systems?
Das Monarc-System ermöglicht einen minimal-invasiven chirurgischen Eingriff, bei dem von der Scheide aus ein monophiles Band aus Polypropylen (ein biokompatiblcs Material) unter die Harnrohre gelegt wird, und zwar mit Hilfe einer eigens hierfür konzipierten ergonomischen Nadel.
Durch dieses Band wird die Harnröhre unterstützt, so dass die Patientin hei Belastungen keinen Urin mehr verliert.
 

 
Wie verläuft der Eingriff konkret?

  • Dieser Eingriff kann im Operationssaal ambulant unter örtlicher Betäubung, unter lokaler Anästhesie oder aber unter Vollnarkose durchgeführt werden. Die Entscheidung treffen jeweils der Chirurg und der Anästhesist.
  • Der Chirurg setzt einen kleinen Schnitt in der Scheidenwand (1,5 ein) und zwei Schnitte (0,5 cm) in der Vertiefung zwischen der Oberschenkelinnenseite und den grossen Schamlippen. Das Band wird dann durch diese Schnitte eingezogen und ersetzt auf diese Weise das geschwächte Gewebe.
  • Mit dem Einlegen des Monarc-Bandes wird ein Bauchschnitt vermieden. Der Eingriff dauert ungefähr 15 Minuten und Sie können das Krankenhaus 12 bis 48 Stunden danach wieder verlassen.
Blase und Hnrnrühre in normaler Position Blase und Hairnrührc im Verglcich zur normalen Position abgesenkt Das Band wird zur Unterstützung des Blasenhalses und der Harnröhre eingelegt

 

Nach der Operation

Wenn Sie wieder auf Ihrem Zimmer sind, kontrolliert die Krankenschwester, ob Sie beschwerdefrei Wasser lassen können und ob Ihre Blase leer ist. Die Harnentleerung kann am Anfang schwer fallen. Daher bleiben Sie ein bis zwei Tage im Krankenhaus, bis die Harnentleerung wieder normal funktioniert. Wenn Sie Ihre Blase nicht gut entleeren können, zeigt man Ihnen, wie Sie sich zu Hause mit einer Selbstkatheterisierung helfen können.

 

Welche Risiken gibt es beim Einsatz von Monarc TM?

Komplikationen treten selten auf, aber hei jedem operativen Eingriff, selbst wenn kein technischer Fehler vorliegt, verbleibt ein Restrisiko oder die Möglichkeit einer geringfügigen Beeinträchtigung.

  • Der Harnstrahl kann schwächer werden und die Entleerung kann länger dauern.
  • Sie können ein dringendes Bedürfnis verspüren, Wasser zu lassen, (las Sie vor dem Eingriff nicht kannten.
  • In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass das Band nicht gut vertragen wird, was zu einer schlechten Vernarbung der Scheidenwand führen kann. Dies korrigiert sich aber meist von selbst, ohne dass das Band noch einmal herausgenommen werden muss. Weitere Komplikationen, die nicht in Verbindung mit Monarc TM stehen, können sich aufgrund Ihres Gesundheitszustands ergeben. Aber die Besprechung mit dem Anästhesisten kann diesen Komplikationen in den meisten Fällen vorbeugen.
  • Der Eingriff mit Monarc TM verursacht nur wenig Schmerzen und führt in 90 % der Fälle zu einer Heilung oder einer deutlichen Verbesserung.


Worauf sollten Sie achten, wenn Sie wieder zu Hause sind?

  • Die Dauer Ihrer Arbeitsunfähigkeit hängt von der Art Ihrer Beschäftigung und der Belastung im Beruf ab (zwischen acht Tagen und sechs Wochen).
  • Normale Tätigkeiten im Alltag können Sie nach einer Woche wieder verrichten - wobei Sie jedoch vermeiden sollten, Gewichte über 5 kg zu heben.
  • Ihre sportlichen Aktivitäten und Ihr Sexualleben können Sie nach 4 Wochen wieder aufnehmen.


Wie sieht die Betreuung nach der Operation aus?


Ihr Chirurg wird Sie ein bis zwei Monate nach dem Eingriff hei einer Kontrolle untersuchen.

 

(Copyright: ProMedics GmbH, Nidau)