Pille
Die "klassische" Pille besteht aus zwei weiblichen Sexual-Hormonen: dem Östrogen und dem Gestagen. Die künstliche Hormonzufuhr bremst die eigene Hormonproduktion. Somit werden keine Eizellen mehr freigesetzt. Ausserdem verflüssigt sich der Schleim am Gebärmutterhals nicht mehr, die Samenfäden werden an ihrer Reise ins Innere der Gebärmutter gehindert. Schliesslich wird die Schleimhaut beeinflusst, so dass die Einnistung einer befruchteten Eizelle erschwert wird.
Die Verhütungssicherheit hängt entscheidend von der Einnahmedisziplin ab. Bei regelmässiger Einnahme ist die "Pille" eines der sichersten Mittel.
Vorteile:
- Sicherste, reversible Verhütungsmethode
- Einfache Anwendung
- Keine Beeinflussung des Sexuallebens
- Reguliert den Zyklus, dadurch weniger Blutungsstörungen
- Reduziert Menstruationsschmerzen
- Weniger Blutarmut durch Eisenmangel
Nachteile:
- Muss vom Arzt/Ärztin verschrieben werden
- In seltenen Fällen kann die Pille Nebenwirkungen haben
- Das Risiko an einer Thrombose zu erkranken ist unter der Pilleneinnahme leicht erhöht, insgesamt aber sehr selten. Dieses Thromboserikiso ist allerdings geringer als bei einer Schwangerschaft. Deutlich erhöht wird das Risiko aber durch Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck
- Kein Schutz vor AIDS
Minipille
Die Minipille wird meist stillenden Frauen verabreicht und zeichnet sich dadurch aus, dass sie nur aus einem Hormon, nämlich einem Gestagen besteht. Wir verwenden heute das Präparat Cerazette, welches nicht auf die Stunde genau wie die früheren Präparate eingenommen werden muss. Sollte diese Pille einmal vergessen werden, können Sie diese innerhalb von 12 Stunden nachholen und der Schwangerschaftsschutz ist dennoch gewährleistet. (Wie bei der klassischen, kombinierten Pille)
Unter der Minipille treten meist keine Menstruationen oder nur leichte vaginale Zwischenblutungen auf. In seltenen Fällen können die Blutungen dauernd und in stärkeren Masse auftreten. In diesen Fällen sollten Sie sich mit uns in Verbindung setzten.